Unsichtbares Mädchen

So bin ich wirklich
 

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Das Leben ist schön?

Es ist schon eine Weile her, seit ich das letzte Mal geschrieben habe und es hat sich in dieser Zeit so viel und gleichzeitig gar nichts verändert. Ich habe Angst. Ich habe tatsächlich große Angst und weiß gar nicht, wovor. Vielleicht davor verurteilt zu werden oder zu versagen. Oder vielleicht auch nur vorm Leben. Der Blog hier soll mir helfen. Ich soll doch nur aufschreiben, was ich fühle und wie es mir geht, ohne dafür verurteilt zu werden. Meine Therapeutin hielt das für sinnvoll, denn so kann ich mich mitteilen, ohne es jemandem in meiner Nähe zu erzählen. Stattdessen erzähle ichs also der ganzen Welt. Super. Die 'Tobias'-Krise ist jetzt endgültig vorbei. Ich habs abgehakt und das ist wohl am besten so. Es schmerzt manchmal noch, wenn ich daran denke, aber was solls. Es ist zu spät, ich hatte mal eine Chance und ich habe sie nicht genutzt, ich dachte, es würde später sicher noch eine weitere geben, doch die gab es nicht. Das ist die Wahrheit: Lass niemals eine Chance in dem Gedanken verstreichen, dass es eine nächste geben wird. Denn die gibt es nicht. Keine Ahnung, woher ich die habe. Ich weiß übrigens auch nicht, warum ich so viele Abonnenten habe - ehrlich, ich kanns mir nicht erklären. Wer will schon einem Teenager beim rumjammern über sein Leben zuhören, mit solchen sarkastischen Titeln wie dieser. Nein, mein Leben ist nicht schön. So ist es nun einmal. Und wenn mir jetzt jemand ankommt mit 'Es gibt Menschen, denen es schlechter geht', 'Das bisschen Liebeskummer haben wir alle durch' und sonst welche schlauen, erwachsenen Sprüche: Ihr habt alle keine Ahnung. Ich bin kein normaler Teenager, mein größtes Problem sind nicht meine Schulnoten oder das ich enttäuscht wurde und deshalb würde ich nie behaupten, dass ich mein Leben nicht mögen kann. Nein, das ist es nicht. Meine Schmerzgrenzen ist viel höher als das. Mit dem kann ich leben. Das ist die Spitze meines Eisbergs. Hier ist die Wahrheit, nur die Wahrheit und ich werde sie sicher noch oft erzählen, aber ich habe mich jetzt dazu entschieden sie zum ersten Mal öffentlich mitzuteilen, und auch wenn ich Angst davor habe, werde ich es jetzt tun. Meine Mutter starb, als ich knapp ein Jahr alt war, an Leukämie, nachdem sie ihn einmal besiegt hatte, kam er zurück. Ich gebe mir die Schuld daran, weil sie von meiner Geburt so geschwächt war und durch den Stress ist sie krank geworden. Es raubt mir den Schlaf. Mein Vater ist Alkoholiker und Glücksspielsüchtig, er hat wieder richtig angefangen zu trinken, als meine Mutter starb, aber nicht, weil er sie so sehr geliebt hat, sondern weil er ihr aufgelauert hat, sie grün und blau geschlagen hat und sie umbringen wollte, als sie uns verlassen wollte. Er hat ihr die Schuld für sein verpfuschtes Leben gegeben und als sie starb, hatte er niemanden zum Schlagen mehr, also besoff er sich wieder. Ich kam zu meinen Großeltern. Mein zwei Jahre älterer Bruder leidet seit dem Tod meiner Mutter unter einer Posttraumatischen Belastungsstörung, hatte anfangs eine Sozialphobie - er konnte nie alleine sein. Ich wurde mit fünf Jahren die große Schwester, die auf ihn aufgepasst hat, die ihn immer tröstete und die für ihn da war. Ich habe ihn unterstützt, während wir von unserem Vater angelogen wurden - laufend, über alles. In seinen Geschichten waren unsere Großeltern die Bösen, die Schlimmen, die ihm seine Kinder wegnahmen. Wir haben ihm geglaubt. Ich fing an mich um meinen Bruder zu kümmern, nachdem mein Vater mich das erste Mal vergewaltigt hatte. Ich war noch ein Kind, kann mich an nichts aus diesem Alter erinnern, aber das sehe ich noch vor mir. Fast jede Nacht und ich spüre noch immer den Schmerz, ich muss die Zähne zusammen beißen, um nicht zu weinen. Von da an begann er immer, wenn wir bei ihm waren, mich sexuell zu misshandeln, er hat mich zwar nur noch selten Vergewaltigt, nämlich wenn ich mich gewehrt habe, aber es hörte fast auf, wenn ich es über mich ergehen ließ. Wenn er das nicht tat, nannte er mich fett, hässlich, dumm, vorlaut, nichtsnützig, er sagte ich wäre faul, unfähig, schwach und durch und durch eine Enttäuschung. Er schlug mich, wenn ich ihm widersprach oder anderer Meinung war, wenn ich nicht sofort das tat, was er sagte. Nicht ins Gesicht, da hätte man es gesehen. Bis vorletztes Jahr. Ich sprach es aus, ich ging zur Polizei und zeigte ihn an. Aber damit hörte die Qual nicht auf. Die Erlebnisse waren traumatisch, deshalb hatte ich sie verdrängt, aber bei der Polizei, während meiner Aussagen, wurde zum ersten Mal alles aufgewirbelt. Das zweite Mal bei einer Psychologin, die überprüfen sollte, ob ich die Wahrheit sagte und dann noch ein drittes Mal bei der gleichen Frau, weil sie sich nicht sicher war. Ich war bei zwei Gynäkologinnen, und man sollte meine, so schlimm ist das nicht, wenn man zum ersten Mal von ihnen untersucht wird, aber ich war noch viel zu jung, um gesagt zu bekommen, dass ich keine Jungfrau mehr war - schon seit Jahren nicht mehr. Mal ganz abgesehen von dem Trauma, das ich dadurch noch obendrauf geladen bekam, weil ich Pseudoschmerzen während den Untersuchungen hatte. Und als wäre das alles nicht schon schlimm genug gewesen, musste ich noch ein viertes Mal vor Gericht aussagen, während mein Vater verächtliche Geräusche machte, die Augen verdrehte und den Kopf schüttelte. In diesem Raum saßen mehr als fünf Menschen und es war nicht nur unangenehm, sondern schrecklich. Aber ich dachte, es würde dich lohnen. Das Ergebnis? 4 Jahre Freiheitsstrafe. Ich habe Depressionen, SvV, eine Sozialphobie, Komplexe, Neurosen, Schwierigkeiten mit dem Vertrauen, Angst vor Männern und vor Sex, Suizidgedanken und -versuche, einen kaputten Bruder, eine kaputte Familie - die nichts von meinen jetzigen Problemen weiß-, Schlafstörungen, weil ich jede zweite bis dritte Nacht davon Träume und nicht aufhören kann, eine Schmerzmittelsucht, weil ich mich nur noch betäuben will, Gefühlsausbrüche und zu gutes Letzt noch ein verzerrtes Selbstbild gepaart mit einer ungesunden Portion Selbsthass, aber ja ... 4 Jahre sind wirklich hart! Das ist zwar nur knapp halb so lange, wie er mich Misshandelt und wie ein Spielzeug benutzt hat, mir gezeigt hat wie wenig ich wert bin, aber was solls. Durch das Wühlen in meiner Vergangenheit ist es ja nur noch tausendmal schlimmer geworden, ich kann nicht mit einem Jungen allein sein, den ich mag und dem ich nicht nicht vertraue (ja, doppelte Verneinung), ohne dabei Angst zu haben und immer wieder Schmerzen zu spüren, als würde er das gleiche mit mir machen, obwohl wir nur Freunde sind, ich spüre täglich bei Wörter oder Geräuschen oder Bewegungen schmerzen und habe die dritte Therapie angefangen, aber was solls. 4 Jahre, dann kann er ja vorbeikommen und mich auch grün und blau schlagen, denn ich fühle mich so schuldig, an dem, was mir passiert ist. Ich denke, dass ich daran Schuld bin und hasse mich selbst so sehr dafür, dass ich lebe. Ich sehe mich selbst als unnütz und dumm an, als überflüssig, als wertlos und ich habe jeden Tag angst davor, wieder aufzustehen und weiter zu leben. ABER ALLE IN MEINEM UMFELD DENKEN, MIR GINGE ES WIEDER GUT. Es ist besser so, wenn sie es nicht wissen. Und der einzige Grund, aus dem ich das hier so sachlich schreiben kann, ist, dass ich es jetzt ohne Details zum achten Mal erzähle, weil meine erste Therapeutin sich nichts merken konnte und mich immer wieder das gleiche gefragt hat, meine zweite mir für vieles die Schuld gegeben hat, was in meinem Alltag nicht funktionierte und meine dritte natürlich auch nachfragen muss, allerdings zum ersten Mal. Also, kommt mir nicht mit 'Das Leben ist schön', denn das ist es nicht. Zumindest nicht für mich. Denn während alle anderen in meinem Alter herumexperimentieren, verkrieche ich mich in meinem Zimmer, weil ich Angst habe. Vor Jungs, vor Alkohol, davor, dass es jemand herausfindet, dass die Schmerzen in jeder Sekunde zurück kommen können und wenn sie es tun, verbrenne ich mir meine Hand an der Herdplatte, zerschneide die Haut an meinen Beinen, schlage gegen eine Hand, beiße mir ins Handgelenk usw., und vor meinem Leben, das ich nicht will, was unfair ist, denn ich habe ein Leben und will es nicht und es gibt Menschen, die nicht weiterleben können, aber es wollen. Also wünsche ich mir, dass ich einem anderen Kind seine tödliche Krankheit abnehmen könnte, sodass es weiterleben kann und ich es nicht muss. Das Leben ist also schön? Wirklich?

1 Kommentar 27.8.14 16:54, kommentieren

Der alltägliche Frust

Heute ist einer dieser Tag, an dem nichts so geht, wie ich es mir vorgestellt habe und es deprimiert mich immer mehr. Es ist schwer zu beschreiben, dieses verdammt Gefühl nichts auf die Reihe zu bekommen und komplett zu versagen. Manchmal ist es echt scheiße, ein Teenager zu sein. Neben Mitschülern, die einen alle nicht verstehen und alles noch schlimmer machen, Lehrer, die denken, man hätte nichts besseres zu tun als zu lernen und diesem einen Menschen, der denkt, er wäre der Mittelpunkt der Welt und kann einen einfach irgendwie ignorieren, und man kommt trotzdem zurück, gibt es da noch diese alltäglichen Dinge, die einen fertig machen können. Etwas zerbricht, man passt nicht mehr ins Kleid, man vergisst die Hälfte ... Ich weiß ja nicht, was die Welt einem damit sagen will, aber mich persönlich nervt es, dass sie einem jeden Tag Herausforderungen auferlegt, mit denen man größtenteils einfach nicht klar kommt. Angst zu Versagen lässt einen sich krank fühlen, lässt einen versagen. Was soll man machen? Was bitte kann ich dagegen machen? Wie bekomme ich meine Gefühle weg, meine Sorgen und Probleme, wie werde ich sie schnell los? Es gibt kein universelles Heilmittel dagegen - es ist der Alltag, mit dem jeder Menschen jeden Tag zu kämpfen hat. Die 'Tobias Krise' wird immer schlimmer. Denn selbst wenn man dann wieder Kontakt hat, fühlt man sich verdammt ignoriert und verletzt, was einfach nur dumm und sinnlos ist. Es ist aber auch ziemlich unfair sich in jemanden so perfektes verlieben zu müssen, der einen kaum als Mädchen sieht, sondern vielmehr als Kumpel. Toll, wie da die Minderwertigkeitskomplexe wieder aufkommen. Die beste Freundin geht modeln und bei ihr läuft alles super, und ich bin so verbittert, dass ich nicht mehr fähig bin etwas positives in der Welt zu sehen. Aber wenn mich jemand fragt, ist meine Antwort immer: "Ach nichts besonderes, nur der Alltag." Denn wer will schon die eigenen Schwäche zugeben, wenn man von sich selbst Perfektion verlangt.

2 Kommentare 24.6.14 16:00, kommentieren

Die Tobias-Krise

Jeder Mensch hat diesen anderen Menschen, an den man laufend denken muss. Man kann gar nicht aufhören, ihn noch besser zu machen, als er ist. Und sind wir mal ehrlich: Er ist schon toll! Mein 'Lieblingsmensch' heißt Tobias und das Problem dabei ist, dass ich seit zwei Jahren - seit er und ich nichts mehr so richtig miteinander zutun haben - auch für ihn unsichtbar bin. Nur leider ist er es nicht für mich und diese bittersüße Enttäuschung darüber muss ich erst einmal verarbeiten. Wenn man dann auch noch auf die gleiche Schule geht und die Mädchen sich an ihn werfen wie Fliegen an die Scheiße (ja, tut mir leid ... das ist meine Art Vergleich um damit umzugehen), wird es wahnsinnig schwer ihn nicht einfach mal in einen Seitengang zu zerren ... einfach so. Aber nein, dass wäre verrückt und seltsam und ich will nicht die letzte Zeit auf meiner Schule 'Die Verrückte' sein und angestarrt werden. Apropos: Wieso bilde ich mir ein, dass er mich öfter als nötig ansieht ...? Mädchen. Hormon-gesteuert und allgemein bekloppt. Ich wünsche mir so sehr, dass er einfach aus meinem Kopf verschwindet. Und jedes verdammte Mal lächelt er mich an, und geht einfach an mir vorbei. Ich weiß ehrlich nicht, wie ich mich fühlen soll. Spielt er mit mir und meinen Gefühlen, mag er mich wirklich, oder will er nur nett sein?

1 Kommentar 22.6.14 15:37, kommentieren

Die Pflicht als Autor

Ich habe jetzt schon länger darüber nachgedacht, was ich schreibe und ich habe auch schon etwas geschrieben - wie man ja lesen kann -, aber irgendwie ist es noch nicht das, was ich wirklich ausdrücken will. Und ich weiß jetzt gerade wieder nicht, wie ich es sagen soll. Sollte man als Autor nicht zu 100% ehrlich sein? Ich habe das Gefühle so viel zu verschweigen, dass es zu allgemein ist, dass es gar nicht mehr mich beschreibt. Ist es also meine Pflicht, ehrlich und offen zu sein? Ich sollte doch über meine tiefsten Ängste schreiben, über Gefühle und das, was mich beschäftigt. Aber die Wahrheit ist: Jetzt, in diesem Moment, weiß ich nicht, wie ich mich fühlen soll! Ich weiß es einfach nicht! Ich möchte so gerne Autorin werden, aber gleichzeitig habe ich Angst meine Gefühle preis zugeben. Ich habe sogar Angst, dass das hier am Ende wirklich gelesen wird, weil ich dann nicht weiß, wie ich reagieren soll. In meinem tiefsten Inneren habe ich angst davor, dass jemand die ganze Wahrheit kennt - aber darum geht es ja: Ich muss sie loswerden, um nicht verrückt zu werden. Und auch wenn es mir schwer fällt, werde ich mich immer bemühen meinen eigenen Ansprüchen gerecht zu werden. Denn eigentlich stellt mir hier niemand welche, ausgenommen mir selbst. Ich werde es also angehen und ich werde ehrlich sein! Die Geschichte muss endlich raus, damit sie mich nicht weiter belasten kann! Das ist meine Chance auf ein besseres Leben, ohne diese Probleme oder Albträume. Ob es funktioniert? Dafür gibt es leider keine Garantie.

1 Kommentar 22.6.14 10:27, kommentieren

Zehn Stunden Schlaf sind nicht genug

Es ist seltsam, dass man nach dem Schlafen müder sein kann, als vorher. Die Gedanken halten abends nicht die Klappe, im Traum verfolgen sie einen und morgens fühlt man sich matt. Aber es gibt auch keine Möglichkeit, dem ganzen zu entkommen. Alles, was man den Tag über verdrängt, kommt spätestens abends wieder. Manche dieser Gedanken möchte man einfach nicht mehr haben. Doch jeder Versuch sie loszuwerden macht es nur noch schlimmer. Ich bin verzweifelt.

22.6.14 09:23, kommentieren

Hals über Kopf ins neue ich

Jeder Mensch erreicht einmal diesen einen Punkt. Den Punkt, an dem er merkt, dass er im Rahmen einer Reise das Ende erreicht hat und dann fragt man sich, wohin es als nächstes geht. Ich habe diesen Punkt jetzt erreicht. Das Schuljahr ist in den letzten Wochen und ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie es im nächsten Jahr weiter gehen soll. Schon bei diesem Jahr hatte ich das Gefühl, nichts so richtig auf die Reihe bekommen zu haben und wenn man älter wird, wird zeitgleich alles so viel komplizierter. Wie geht es nun also weiter? Eigentlich habe ich keine Ahnung. Klingt seltsam, wenn man nicht weiß, was man aus seinem Leben machen soll. Und ich habe auch noch keine Pläne für sechs verdammt lange Wochen Ferien. Keine Frage, ich liebe es frei zu haben, aber es klingt armselig, wenn man sagt, dass man nur ausschlafen und lesen bzw irgendwelche Filme schauen oder Serien auf einen Rutsch durchgucken will. Langweilig. Aber was soll man denn schon groß machen, wenn man einen Jungen hat, auf den man "irgendwie" steht und der einen kaum sieht. Ja gut, er weiß, wer ich bin und wie ich heiße, aber mehr ist es kaum. In solchen Momenten, wenn ich ihn sehe, wird mein Tag besser und schlechter zugleich. So ein Scheiß. Ich weiß ja auch nicht, was ich machen soll. Ich will mich nicht an seinen Hals schmeißen - das machen inzwischen schon eindeutig genügend Mädchen. Also verändere ich mich einfach so, dass er mich sieht und dabei denkt, was er sich entgehen lässt. Klingt doch super und tot sicher, oder? Wahrscheinlich klingt es eher verrückt oder wie typisch Teenager und ich erfülle mit diesem Blog wieder ein Klischee, so nachdem Thema: Oh Mann, Jugendliche wollen ja nur Aufmerksamkeit und denken, sie hätten die größten Probleme der Welt, aber sie sollen erst einmal erwachsen werden. Das ist nicht wahr! Denn ich habe selbst große Probleme und das ich jetzt gerade knapp vor den sechszehn bin, macht es erst recht gar nicht besser. Die Wahrheit ist: Es ist scheiße ein Teenager zu sein und glaubt ja nicht, dass man das Leben da richtig genießen kann. Denn neben Schule, Hormonen, Minderwertigkeitskomplexen, Hausaufgaben, der ersten großen Liebe, unerwiderten Gefühlen, Eltern, die von einem alles verlangen und einen trotzdem nicht für voll nehmen bleibt nicht viel. Abgesehen davon, dass man sich einen Platz in der Gesellschaft erarbeiten muss und ständig irgendwelche reichen, hübschen, viel zu stark geschminkten Mädchen einem jeden Tag zur Hölle machen und Lehrer denken, man hätte Nachmittags nichts anderes vor, als genau für dessen Fach zu lernen oder Hausaufgaben zu machen. Aber ich schweife ab ... Ich möchte mich verändern! Nächstes Schuljahr soll eines der besten Jahre meines bisherigen Lebens sein, und er soll mich endlich bemerken. Auch wenn er mich jedes Mal anlächelt, wenn wir uns sehen, redet er nicht mit mir. Keinen Kontakt zu haben ist echt scheiße.

21.6.14 22:10, kommentieren

Mein Blog

Tja, hier sitze ich nun und überlege angestrengt, wie ich etwas sinnvolles schreiben soll. Die Wahrheit ist wohl, dass ich keine Begabung fürs Schreiben besitze und dass das, was ich zu sagen beziehungsweise zu schreiben habe, eh keinen interessiert. Das kann schon sein. Trotzdem habe ich das Gefühl, ich müsste es aufschreiben und teilen, egal ob es gelesen wird oder nicht. Jedenfalls geht es mir darum, dass ich die Chance bekommen möchte, wenigstens für fünf Minuten am Tag meine Maske abzulegen und zu allen ehrlich zu sein. Vielleicht schreibe ich nicht immer alles konkret, wahrscheinlich werde ich sogar die Namen der betreffenden Personen ändern, um zu verhindern, dass das 'unsichtbare Mädchen' - also ich - plötzlich nicht mehr ganz so unsichtbar ist. Denn auch wenn ich mir manchmal wünsche, dass ich mehr Aufmerksamkeit von bestimmten Menschen bekomme, heißt das noch lange nicht, dass sie deshalb meine Geheimnisse kennen müssen. Ihr, die ihr das hier lest, könnt euch auf jeden Fall sicher sein, dass das hier die Wahrheit ist. Auch wenn sie für mich manchmal schmerzhaft ist. Also, ich werde hier weniger ein Rezept oder ein Video empfehlen, oder sonst irgendwie ins Schwärmen von einer Band geraten, denn ehrlich gesagt bin das nicht ich. Ich habe also kurz gesagt vor, hier so richtig den Egozentriker raushängen zu lassen, obwohl ich meiner Meinung nach nicht egozentrisch bin. Und eigentlich möchte ich mich dabei nur auf die Gegenwart und weniger auf die Vergangenheit beziehen, aber ich werde es nicht vermeiden können, dass sie mit einfließt, denn sie ist ein Teil von mir und macht mich zudem, die ich wirklich bin. Und in meinem reellen Leben bin ich wirklich unsichtbar. Niemand redet über mich, niemand schaut mich auf dem Gang an und niemand kennt meinen Namen. Ob das gut ist oder eher nicht, dass weiß ich noch nicht. Aber es wird sich noch herausstellen ...

21.6.14 17:05, kommentieren